
Aufgabe:
Überlege Dir, welche Kanäle Du am liebsten für die Kommunikation nutzt und warum.
Diese Kata hat mich eingeladen, mein eigenes Kommunikationshandeln bewusster zu betrachten: Welche Kanäle nutze ich – und wofür eigentlich?
Der mit Hilfe von MS Copilot erfolgte Blick auf meine Kommunikationspraxis zeigt: Ich unterscheide weniger nach „intern“ und „extern“, sondern stärker nach Tiefe, Rhythmus und Resonanz. Drei Formate sind dabei zentral: Blog, wöchentlicher Newsletter undLinkedIn bzw. Viva Engage datevintern.
Summary:
- Ich unterscheide meine Kommunikation weniger nach intern/extern, sondern nach Tiefe, Rhythmus und Resonanz.
- Drei zentrale Kanäle prägen mein Kommunikationshandeln:
- Blog → Vertiefung, Ordnung, Kontext
- Wöchentlicher Newsletter #Christianlernt → Lernroutine, Haltung, Kontinuität
- LinkedIn/Viva Engage → Beziehung, Resonanz, Dialog
- Der Newsletter #Christianlernt ist mein wichtigster Anker: eine gelebte Lern‑ und Reflexionspraxis mit hoher Anschlussfähigkeit.
- Wirksame Change‑Kommunikation entsteht dort, wo Verlässlichkeit, Offenheit und Beziehung vor Sendelogik stehen.
- Zentrale Lernfrage für mich:
👉 Welche Kanäle helfen mir, Lernen sichtbar zu machen – nicht nur Ergebnisse zu kommunizieren?
1. Der Blog: Mein Denk‑ und Vertiefungsraum
Mein Blog „Change & Transition“ ist mein langsamster und tiefster Kommunikationskanal. Hier entstehen Texte, die Zeit brauchen – beim Schreiben wie beim Lesen.
- Der Blog ist mein Ort für konzeptionelle Klammern, längere Lernreisen und Einordnung.
- Viele Beiträge entstehen aus konkreten Praxis‑ oder Lernanlässen (z. B. lernOS Change Management).
- Schreiben dient mir hier vor allem als Denkinstrument: zum Sortieren, Zuspitzen und Aushalten von Komplexität.
Gerade im Kontext von Change erlebe ich den Blog als Gegenpol zur permanenten Beschleunigung: Hier darf Unfertiges stehenbleiben, bis es reif ist.
2. Der wöchentliche Newsletter #Christianlernt – mein Kommunikationsanker
Noch prägender als einzelne LinkedIn‑Posts ist für mich der wöchentliche Newsletter #Christianlernt. Er ist mein verlässlichster Kommunikationsrhythmus – und damit ein echter Anker.
Der Newsletter ist:
- persönlich, nicht privat
- reflexiv, nicht berichtend
- kontinuierlich, nicht anlassgetrieben
Jede Woche halte ich inne und frage mich:
Was habe ich gelernt – fachlich, sozial, über mich selbst?
Mit dieser Regelmäßigkeit ist der Newsletter mehr als ein Kanal: Er ist eine praktizierte Lernroutine.
In der Rückschau auf 100 Ausgaben #Christianlernt habe ich das selbst so beschrieben:
Die Entscheidung, Lernen wöchentlich sichtbar zu machen, war eine der wirkungsvollsten arbeits‑ und lebensverändernden Entscheidungen der letzten Jahre.
Wichtig dabei:
Der Newsletter ist kein Sendekanal im klassischen Sinn. Rückmeldungen, Kommentare und persönliche Nachrichten zeigen mir immer wieder, dass diese Form der niedrigschwelligen, ehrlichen Lernkommunikation Anschluss erlaubt – intern wie extern.
👉 Für mein Change‑Verständnis ist das zentral:
Veränderung braucht Wiederholung, Verlässlichkeit und Resonanz – nicht nur Botschaften.
3. LinkedIn/ Viva Engagement: Resonanzraum und Beziehungsarbeit
LinkedIn udn Viva Engage nutze ich als sozialen Resonanzraum. Viele Inhalte dort sind:
- Ausschnitte aus dem Newsletter,
- Denkimpulse „aus dem laufenden Prozess“,
- Einladungen zum Mit‑ oder Weiterdenken.
Im Unterschied zum Blog ist LinkedIn/Viva Engage:
- schneller,
- dialogischer,
- anschlussorientierter.
Ich verstehe LinkedIn/Viva Engage weniger als Bühne, sondern eher als Marktplatz der Beziehungen:
Hier treffe ich Kolleg:innen, Wegbegleiter:innen und neue Kontakte – häufig entlang gemeinsamer Lern‑ und Veränderungsthemen.
4. Intern und extern: Eine durchgängige Haltung
Was mir bei dieser Reflexion besonders deutlich wurde:
Meine Kommunikation unterscheidet sich inhaltlich kaum zwischen intern und extern, sondern vor allem im Grad der Ausarbeitung.
- Der Newsletter und viele LinkedIn‑Beiträge wirken intern anschlussfähig.
- Viva Engage Beiträge nehmen Bezug zu externen Diskussionen
- Blogtexte werden wiederum häufig in internen Kontexten aufgegriffen.
Der verbindende Faktor ist nicht der Kanal, sondern die Haltung:
- Lernen sichtbar machen
- Ambivalenzen zulassen
- Beziehung vor Rechthaben
5. Mein Fazit aus Kata 6
Meine bevorzugten Kommunikationskanäle sind kein Zufallsprodukt. Sie unterstützen das, was mir im Change Management zentral ist:
- Blog → Tiefe, Ordnung, Kontext
- Newsletter #Christianlernt → Rhythmus, Haltung, Lernkultur
- LinkedIn/Viva Engage → Beziehung, Resonanz, Dialog
Oder anders gesagt:
Ich nutze Kanäle nicht, um fertig zu sein – sondern um gemeinsam unterwegs zu bleiben.
Meine Zuspitzung aus Kata 6
Je länger ich mein Kommunikationsverhalten beobachte, desto klarer wird mir:
Change scheitert nicht an fehlenden Botschaften, sondern an fehlenden Routinen für Sinn, Reflexion und Beziehung.
Deshalb bevorzuge ich Kanäle, die drei Dinge leisten:
- Rhythmus statt Reichweite
Der wöchentliche Newsletter #Christianlernt ist kein Marketingformat, sondern eine Lernpraxis.
Veränderung braucht Wiederholung – nicht Einmal‑Kommunikation. - Haltung vor Hochglanz
Ob Blog, Newsletter oder LinkedIn/Viva Engage: Ich kommuniziere unfertig, reflektierend, tastend.
Vertrauen entsteht nicht durch Perfektion, sondern durch Echtheit. - Resonanz vor Kontrolle
Kommunikation im Change ist für mich kein Steuerungsinstrument, sondern ein Resonanzraum.
Ich kann Bedeutung anbieten – aber nicht verordnen.
Zuspitzung für Change‑Management‑Praxis
Aus Kata 6 nehme ich für meine Arbeit im Change Management besonders klar mit:
- Ein Kanal ist kein Selbstzweck – er ist eine Intervention.
- Kommunikationsfrequenz ersetzt keine Beziehung.
- Lernkommunikation wirkt nachhaltiger als Zielkommunikation.
Oder noch pointierter:
Change‑Kommunikation beginnt dort, wo ich selbst bereit bin zu lernen – öffentlich, regelmäßig und anschlussfähig.